^
Navigation öffnen

Ambulante Pflege

Wir sind uns bewusst, dass Sie und Ihre Mitarbeitenden momentan unter einer großen psychischen Belastung stehen.  Wenn Sie über das, was Sie beschäftigt und beunruhigt, sprechen möchten, stellen wir gern den Kontakt zu einer Pastorin und Supervisorin des DWiN her. Selbstverständlich ist dieses telefonische Seelsorgegespräch vertraulich. Bitte melden Sie sich, damit wir Ihnen die entsprechende Telefonnummer geben können.

 

1. Gibt es eine Möglichkeit bei eventuell anfallender Pressearbeit unterstützt zu werden?

Sie können sich gerne jederzeit mit ihren Fragen zu dieser Thematik an die Öffentlichkeitsarbeit  des Diakonischen Werks in Niedersachsen wenden. Dieser Bereich steht allen unseren Mitgliedseinrichtungen beratend zur Seite.

Einen ersten Leitfaden hierzu hat die Öffentlichkeitsarbeit hier bereits erstellt

 

2. Wie funktionieren die Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Schutzmasken?

 

Das Robert-Koch-Institut hat für die Wiederverwendung eine Anleitung für Einrichtungen erstellt. Diese finden Sie hier.           

Bezüglich der Wiederaufbereitung von Schutzmasken durch ein Hitzeverfahren haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem RKI, dem BfArM und dem IFA ein Dokument veröffentlicht, dem sie das entsprechende Verfahren entnehmen können.

!WICHTIG!
Die Wiederverwendung von FFP-Masken bzw. von Mund-Nasen-Schutz erfordert eine sichere Handhabung. Bei Nichteinhaltung steigt das Infektionsrisiko für Beschäftigte. Bitte beachten Sie, dass die Maßnahmen zur Wiederverwendung/Wiederaufbereitung daher nur auf ausgerufene Notfallsituationen anzuwenden sind, wenn FFP-Masken und/oder MNS nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.


3. Wie wird aktuell mit der Investitionskostenförderung verfahren?    
Zu dieser Frage wird in Kürze ein Erlass der Landesregierung erwartet. Dieser sieht vor, dass trotz Schließung der Tagespflegeeinrichtungen die Investitionskostenförderung weiter gewährt wird. Ebenfalls sollen Finanzierungslücken, die durch COVID-19 entstanden sind, bei ambulanten Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Kurzzeitpflege ausgeglichen werden. Diese Förderungen werden wahrscheinlich im Rahmen der regulären Abrechnungsverfahren erfolgen.

Wenn hierzu Näheres feststeht, werden Sie an dieser Stelle die entsprechenden Informationen finden.


4. Welche allgemeinen Schutzmaßnahmen sollte ich ergreifen?
Die wichtigsten Maßnahmen finden Sie hier gut zusammengestellt im aktuellen Hygieneplan des niedersächsischen Gesundheitsministeriums.


5. Wie kann ich Anträge zur Absicherung der Erlösausfälle gem. § 150 Abs. 3 SGBXI stellen?
Am Freitag, den 27.03.2020 wurde eine Vereinbarung durch den Bundesrat bezüglich der Kostenerstattung nach § 150 Abs 3 SGB XI beschlossen.

Der GKV-Spitzenverband hat im Benehmen mit den Bundesvereinigungen der Träger ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen auf Grundlage des § 150 Absatz 3 SGB XI eine Festlegung zum Ausgleich der COVID-19 bedingten finanziellen Belastungen beschlossen.

Hierzu liegen Antragsformulare vor, die noch der Erläuterung bedürfen. In Abstimmung mit der Diakonie Deutschland und mit unseren zuständigen Abteilungen im Haus erarbeiten wir derzeit Hinweise zum Antragsverfahren. 


6. Wie ist aktuell mit der Überschreitung von Arbeitszeiten der Mitarbeiter umzugehen?
Das BMG hat in Gesprächen mit dem Bundesarbeitsministerium bzgl. des Arbeitszeitgesetzes entschieden, dass tägliche bzw. wöchentliche Arbeitszeiten ohne Folgen für den Arbeitgeber überschritten werden können, um die Versorgung in Notsituationen aufrecht erhalten zu können.
Die Einzelheiten finden Sie unter den FAQs Arbeitsrecht.


7. Wer ist der Ansprechpartner in Niedersachsen, um Schutzmaterial aus der Lieferung des Bundesministeriums für Gesundheit zu erhalten?
Bedarfsträger wenden sich an ihren Landkreis, dieser wendet sich über die Ämter für Brand- und Katastrophenschutz an das Kompetenzzentrum MI.


8. Wo finde ich Informationen zu Coronavirus SARS-CoV-2 in anderen Landessprachen? 
Das mehrsprachige Informationsangebot der Bundesregierung zu Regelungen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie unter https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus  


9. Gibt es eine Corona Hotline für Fragen zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2? 
Die AOK und das Land Niedersachsen bieten gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamt unter der telefonischen Servicenummer 0511 4505-555 in der Zeit von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr eine „Corona-Hotline des Landes Niedersachsen“ an. Expertinnen und Experten beantworten Ihre Fragen rund um den Gesundheitsschutz in Bezug auf den neuen Coronavirus SARS-CoV-2. 


10. Wie wird aktuell mit den Qualitätsprüfungen verfahren?
Bis zum 30.09. werden die Qualitätsprüfungen ausgesetzt. Anlassprüfungen können weiterhin durchgeführt werden.


11. Müssen beide Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten um Anspruch auf Notbetreuung geltend zu machen?    
Hier hat eine Aufweichung der Regelung stattgefunden. Die leitende Aussage hierzu lautet jetzt: „Es sollen daher alle Erziehungsberechtigten eines Kindes mindestens einer der Ausnahmefallgruppen zuzuordnen sein…“. Zuvor stand in diesem Satz das Wort „müssen“. Diese Änderung ermöglicht nun Einzelfallentscheidungen vor Ort.


12. Wie ist mit den Auszubildenden, die am 01.04. die Ausbildung beginnen, umzugehen?
Planen Sie bitte bereits am ersten Tag der Ausbildung eine umfassende Belehrung aller Schülerinnen und Schüler über Hygiene- und Schutzmaßnahmen ein, bevor der erste Kontakt mit pflegebedürftigen Personen erfolgt.

Zu dieser Thematik finden Sie hier ein offizielles Schreiben der LAG FW.


13. Was ist zu tun, wenn unter der Belegschaft ein Verdachtsfall bzw. eine bestätigte Infektion angezeigt wird? 
Da es sich um eine meldepflichtige Erkrankung handelt, ist unverzüglich das örtlich zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Es wird empfohlen, dass die betroffene Person eine Liste der Kontaktpersonen bereithält, die untergliedert ist in drei Kategorien. Das RKI empfiehlt folgende Vorgehensweise Im Umgang mit den jeweiligen Personengruppen.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Dokumente_Tab.html


14. Muss der Pflegedienst einen Pandemieplan vorhalten? 
Ja, Informationsmaterial zur Erstellung eines Pandemieplans finden Sie hier: 
Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
Pandemieplan Teil 1
 

15. Was ist zu tun, wenn der Pflegedienst personell, aufgrund von infizierten Mitarbeitenden bzw. Verdachtsfällen, nicht mehr in der Lage ist, die Kunden zu versorgen?
Nach den allgemeinen rahmenvertraglichen Regelungen sind Pflegedienste zur Versorgung der Bevölkerung in ihrem Einzugsgebiet entsprechend ihrer Kapazitäten verpflichtet. Kann der Pflegedienst aufgrund des akuten Ausfalls von Mitarbeitenden seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden nicht nachkommen, sollte zunächst eine abgestufte Risikoeinschätzung aller versorgten Personen vorgenommen werden. 
Versicherte, bei denen keine Angehörigen „einspringen“ können und die z.B. Behandlungspflegen wie BZ-Kontrolle und Insulingabe benötigen, sind vorrangig zu versorgen. Dies gilt insbesondere auch für Versicherte mit einem hohen Dekubitusrisiko oder anderen Risiken, die eine engmaschige Überwachung erfordern.
Nach dem neu eingefügten § 150 Abs. 1 SGB XI muss der Träger im Falle einer wesentlichen Beeinträchtigung der Leistungserbringung in Folge von COVID-19 umgehend die Pflegekassen informieren. Es genügt die Anzeige an eine als Partei des Versorgungsvertrags beteiligte Kasse. Die Pflegekassen haben zusammen mit der Einrichtung die erforderlichen Maßnahmen vorzunehmen. Dabei sind neben dem flexiblen Einsatz des Personals in anderen Versorgungsbereichen alle bestehenden Instrumente einschließlich des Vertragsrechtes zu nutzen.
 

16. Was ist zu tun, wenn in nicht ausreichender Menge Schutzkleidung, Atemmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen?
Bei der Schutzausrüstung steht gegenwärtig die Beschaffung von Schutzmasken im Vordergrund. Derzeit ist leider davon auszugehen, dass es trotz aller Bemühungen zu Engpässen in der Versorgung mit Schutzmaterial kommt, da die Nachfrage derzeit weltweit größer ist als die Produktion und Vorräte hergeben. Das BMG empfiehlt, dass zwingend ressourcenschonende Empfehlungen zum Einsatz des Materials sowie die mögliche Nutzung von  Mehrwegartikeln mit entsprechender Reinigung/Desinfektion in den Blick genommen werden soll. 
Grundsätzlich sind die Apotheken, die auch selbst Desinfektionsmittel herstellen können und die örtlichen Gesundheitsämter Ansprechpartner bei einem Engpass.


17. Worauf sollte allgemein in den Haushalten hingewiesen werden?  
Aus gegebenem Anlass ist darauf hinzuweisen, dass Kunden und andere im Haushalt lebende Personen aufgefordert werden, den  Pflegedienst unverzüglich darüber zu informieren, wenn Haushaltsangehörige oder andere Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt wurden. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Pflegedienst rechtzeitig entsprechende Schutzausrüstung bei der Versorgung anlegt.


18. Wie ist aktuell die Vorgehensweise bei den Beratungsbesuchen nach §37 Abs.3 SGB XI?
Nach dem neu eingefügten § 148 SGB XI dürfen Pflegekassen das Pflegegeld nicht kürzen, wenn die Empfänger im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30.9.2020 keinen Beratungsbesuch nachweisen. Die Pflegekassen müssen dies ihren Versicherten in geeigneter Form mitteilen. Der Anspruch auf die Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 SGB XI wird damit nicht ausgesetzt. Pflegebedürftige können den Beratungsbesuch weiter abrufen. Die Abrechnung einer rein telefonischen Beratung ist bisher nicht möglich.

 

19. Wie wird aktuell mit den Pflegebegutachtungen durch den MDK verfahren?
Unter Abwägung der aktuellen Situation und zum Schutz der Versicherten und der Mitarbeitenden hat der MDK Niedersachsen die Pflegebegutachtung als persönliche Begutachtung mit sofortiger Wirkung eingestellt, um die durch das Corona-Virus entstehenden gesundheitlichen Risiken für die Versicherten, die Pflegepersonen und die Gutachter*innen,  zu minimieren. 
Vor diesem Hintergrund wird die Begutachtungspraxis in der Einzelfallbegutachtung folgendermaßen umgestellt:
Es werden grundsätzlich keine Pflegebegutachtungen vor Ort beim Versicherten durchgeführt. Stattdessen werden die Gutachter*innen den Versicherten, die Pflegepersonen und die gesetzlichen Betreuer/Bevollmächtigte anrufen und ihnen für eine Gutachtenerstellung relevante Fragen in Form eines strukturierten Interviews stellen. In die gutachterliche Empfehlung werden alle vorliegenden Unterlagen der Pflegekasse, ggf. vorhandene zusätzliche Informationen sowie die MDK-Vorgutachten einbezogen.

Zusätzlich wird ein Fragebogen an alle antragstellenden Personen oder Bevollmächtigten/Betreuer verschickt. Die Antworten sollen die Befunderhebung deutlich erleichtern und die Gutachter*innen bei der Durchführung der Begutachtung unterstützen.

Mit der Umstellung sollen einerseits die Infektionsrisiken gemindert und andererseits die Pflegebegutachtungen aufrechterhalten werden. Es gibt bereits erste positive Erfahrungen mit diesem Instrument in der vollstationären Pflege, die aber auch zeigen, dass eine gute schriftliche Dokumentation besondere Bedeutung erlangt.


20. Mit welchen Maßnahmen kann die Versorgung der ambulanten Pflege sichergestellt werden?
Am 17.03. hat das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Hinweise für zu treffende Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung veröffentlicht. In den Hinweisen finden Sie eine Zusammenstellung der Themen: Maßnahmen zum Schutz vor COVID-19 und empfohlene Maßnahmen für den Fall, dass Pflegebedürftige nicht mehr versorgt werden können. Zu der vom Ministerium empfohlenen Maßnahme, einen trägerübergreifenden Personaleinsatz zu erwägen, finden Sie hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Fragen zum Thema Arbeitnehmerüberlassung Informationen unter den FAQs Arbeitsrecht.


21. Gibt es Schnelltests für COVID-19?
Gegenwärtig werden Schnelltests zu COVID-19 von einzelnen Firmen beworben. Wir weisen darauf hin, dass diese keine zuverlässigen Informationen bieten. Diese Bluttests beruhen auf dem Nachweis von Antikörpern, die jedoch erst nach 7 bis 14 Tagen sichtbar werden. Die Fachgesellschaften lehnen daher die Anwendung von Schnelltests zum Erkennen von COVID-19 ab und sehen weiterhin den direkten Erregernachweis per Abstrich auf PCR-basierten Verfahren als einzig zuverlässige Erkenntnisquelle an. Es handelt sich hierbei nicht um ein seriöses Angebot.


22. Wie kann ich die Arzneimittelversorgung sicherstellen?
Da sich weiter Lieferengpässe bei Arzneimitteln abzeichnen, die durch die Produktionskrise in China verstärkt werden könnten, empfehlen wir, dass die Dienste und Einrichtungen bei den Arztpraxen kurzfristig Rezepte über die für die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen im einzelnen erforderlichen Medikamente anfordern.


Hannover, 03.04.2020

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

Push-Nachrichten

Wir können Sie per Push-Nachricht über Neuigkeiten zum Thema Covid-19 informieren:

Benachrichtigungen

Themen auswählen »

  • Alle Nachrichten
  • Arbeitsrecht und Betriebswirtschaft
  • Beratung und Gemeinwesen
  • Freiwilligendienste
  • Pflege
  • Inklusion und Arbeitsmarkpolitik
  • KiTa

x

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code