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Seelsorge

Wie ist Unterstützung durch Seelsorge in der augenblicklichen Situation möglich?

Es ist zu prüfen, ob Seelsorgenden, die nicht als Hauptamtliche zu Ihrer Einrichtung gehören, der Zutritt gewährt werden kann. Beim Kontakt mit nicht infizierten Bewohnern gelten die üblichen Schutzmaßnahmen. Begleitungen von infizierten Bewohnern sind nur möglich, wenn Seelsorgenden eine vollständige Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden kann ( Schutzmaske, Schutzbrille o.ä., Kittel, Handschuhe, OP-Schuhe, Möglichkeit zur Körperdesinfektion vor Verlassen des Einsatzbereiches). Sollte dies nicht möglich sein, bieten die zuständigen Seelsorgenden in den Kirchengemeinden Telefonkontakte und Videoschaltungen, auch für Angehörige. Neben der etablierten Telefonseelsorge gibt es eine neu eingerichtete kostenfreie Seelsorge-Hotline der christlichen Kirchen in Niedersachsen, die täglich von 14.00 bis 20.00 Uhr erreichbar ist: 0800-1112017.

Wie können Mitarbeitende Bewohner seelsorglich begleiten?

Sollte die Begleitung der Bewohner durch Seelsorgende nicht möglich sein, wächst die Bedeutung, die der Kontakt mit den Pflegkräften hat. Das verlässliche Da-Sein der Pflegenden, ihre Empathie und Zugewandtheit können seelische Nöte und Ängste lindern. Anregungen für Texte zur eigenen Stärkung und zur Begleitung von Bewohnern sind im Anhang zu finden.

Gibt es ein Seelsorge-Angebot für Pflegekräfte?

Pflegende stehen im Moment unter einer großen psychischen Belastung. Wenn sie über das, was sie beschäftigt und beunruhigt, sprechen möchten, können sie sich per Mail an Friederike Busse wenden: friederike.busse(at)diakonie-nds.de. Sie ist als Pastorin und Supervisorin im Diakonischen Werk in Niedersachsen tätig. Mit ihr kann ein vertrauliches Telefongespräch verabredet werden.

Wie kann der Abschied von verstorbenen Menschen in der Belastungssituation angemessen gestaltet werden?

In Ihrer Einrichtung haben Sie vermutlich Abschiedsrituale, die ihnen vertraut sind, und die sich bewährt haben. Behalten Sie diese möglichst auch unter der der hohen Arbeitsbelastung bei. Ihre respektvolle Haltung zu bewahren ist für den Verstorbenen, seine Angehörigen und für Sie selbst in dieser Ausnahmesituation ganz wichtig.

Erzählen Sie den Angehörigen, die bei diesem Abschied nicht dabei sein können, davon. Auf diese Weise werden Sie ein klein wenig einbezogen, beruhigt und vielleicht sogar etwas getröstet.

Nehmen Sie sich selbst einen kleinen Moment zum Innehalten. Wenn Sie mögen, können Sie ein Gebet oder einen Segen sprechen, laut oder in der Stille. (Eine Anregung dafür finden Sie hier.)

Sollte es möglich sein, eine Aussegnung durchzuführen, können die Angehörigen per Handy daran teilnehmen.

Die Schutzmaßnahem für die Überführung der Verstorbenen können befremdlich wirken. Trotzdem ist es möglich, ihnen einen kleinen Engel aus Bronze oder aus Holz beizulegen.

Gibt es in Ihrer Einrichtung einen Raum, den Sie für das Gedenken an die Verstorbenen nutzen können? Hier könnte für jede/ Verstorbene/n eine Kerze angezündet werden, oder wenigstens eine künstliche Kerze.

Nach dem Abschiednehmen: Sprechen Sie mit den Mitarbeitenden, die gepflegt haben. Besuchen Sie die Angehörigen.

Ansprechpartnerin

#Referentin Hospiz- und Palliativarbeit
Friederike
Busse
Friederike Busse

Friederike Busse

Referentin Hospiz- und Palliativarbeit
Tel.: +495113604262
Fax: +49511360444255
E-Mail: friederike.busse(at)diakonie-nds.de

#Referat Hospiz / Palliativ

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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