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Auf Worte müssen nun Taten folgen

Beratung des Abschlussberichtes der Enquetekommission Ehrenamt im Niedersächsischen Landtag

Anlässlich der ersten Beratungen des Abschlussberichtes der Enquetekommission des Landtages „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“ betont die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen (LAG FW), dass die Empfehlungen der Kommission zeitnah umgesetzt und allem voran auch ausfinanziert werden müssen, um eine faktische Verbesserung der Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements in Niedersachsen zu erzielen.
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Enquetekommission für die Bestandsaufnahme zum Ehrenamt in Niedersachsen und den umfassenden Empfehlungskatalog, um das Ehrenamt zu stärken und wertzuschätzen.“ betont Marco Brunotte, Vorsitzender der LAG FW. „Nun kommt es auf die Umsetzung dieser Empfehlungen an. Der Bericht darf nicht ein Staubfänger im Regal der Entscheidungsträgerinnen werden.“
„Dabei ist uns bewusst, dass nicht sofort alle Punkte des Berichts umgesetzt werden können“, so Marco Brunotte, „dennoch ist es bereits jetzt wichtig, zu beachten, dass alle vorgesehenen Maßnahmen auch mit entsprechenden Haushaltsmitteln hinterlegt werden.“ Es wäre ein fatales Signal an die vielen tausend ehrenamtlich Engagierten in Niedersachsen, wenn für die Umsetzung der Empfehlungen keine bzw. nicht ausreichend Finanzmittel zur
Verfügung gestellt würden. Denn nicht nur in Krisenzeiten sind wir auf freiwilliges Engagement angewiesen, viele ganz alltägliche Bereiche erfahren durch Ehrenamt eine Bereicherung oder funktionieren nur eingeschränkt ohne das ehrenamtliche Engagement vieler. Ein besonderes Engagement werde für viele Ehrenamtliche in den nächsten Monaten in der Unterstützung und Integration der vertriebenen Menschen aus der Ukraine liegen.
Neben den notwendigen Haushaltsmitteln ist auch die konkrete Umsetzung der Empfehlungen der Kommission entscheidend.

Die Freie Wohlfahrtspflege in Niedersachsen bietet Möglichkeiten des Engagements in kleinen, mittleren und großen Vereinen, in der Gremien- und Verbandsarbeit, in der Jugendarbeit, in Initiativen oder auch in den verschiedenen sozialen Einrichtungen. „Damit sind wir prädestinierter Partner für die ganz praktische Umsetzung der Maßnahmen, wie bspw. für die Erarbeitung einer Engagementstrategie für Niedersachsen
oder bei der Erweiterung des Masterplans Digitalisierung um den Punkt Ehrenamt. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sollten daher zwingend in die Entwicklung dieser zukunftsweisenden Ehrenamtsstrukturen einbezogen werden“, betont Brunotte. Die LAG FW biete daher gerne ihre kompetente Mitarbeit in der Umsetzung der Empfehlungen der Enquetekommission an.
Der Abschlussbericht der Enquetekommission Ehrenamt werde auch in den eigenen Strukturen der LAG FW ausgewertet, um Handlungsebenen in den Wohlfahrtsverbänden zu identifizieren. „Wir werden den Bericht unseren Mitgliedsverbänden mit einer eigenen Veranstaltung vorstellen und diesen diskutieren“, berichtet Marco Brunotte, „schließlich stehen wir für 500 000 ehrenamtliche Helfer*innen. Diese sind gespannt, was sich konkret an den Rahmenbedingungen für ihr Ehrenamt verbessern kann und wie sie zukünftig stärker unterstützt werden.“

In der LAG FW sind die sechs niedersächsischen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: Dies sind Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Jüdische Wohlfahrt. Damit repräsentiert die LAG FW etwa 6 000 soziale Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienste mit mehr als 230 000 hauptamtlich Beschäftigten und 500 000 ehrenamtlichen Helfer:innen.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7:30 - 16:30 Uhr, Fr.: 7:30 -13:30 Uhr

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