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Plakat für Telefonseelsorge. Auf dem Bild ein Löwe

Zwischen Einsamkeit und Lagerkoller

Die Zahl der Infizierten steigt - auch in Deutschland. In den Medien gibt es nur noch ein Thema: Corona. Für viele Menschen in Niedersachsen ist neben der Angst auch die Einsamkeit ein großes Thema. Radio ffn berichtete in seiner Sendung „Hilfe interaktiv“ über die aktuelle Arbeit der Diakonie in Corona-Zeiten.

Zum Schutz der Menschen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern sind Besuche momentan nur in dringenden Fällen möglich. Abstand halten kann Leben retten. Vor allem für ältere und kranke Menschen kann das Virus lebensgefährlich sein. Gerade für Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen sowie Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern kann der fehlende Besuch von Angehörigen zu einer größeren Einsamkeit führen.

Manfred Meyer, Landespastor der Diakonie Bremen empfiehlt, mehr mit Angehörigen zu telefonieren, um die zunehmende Einsamkeit zu vermeiden. Enkel könnten ihren Großeltern, Bilder per Handy zusenden. Miteinander in Verbindung zu bleiben, sei gerade jetzt von Bedeutung. Dass Telefonieren gegen die Einsamkeit hilft, betont auch Uwe Hobuß. Der Pastor und Leiter der Göttinger Telefonseelsorge berichtet, dass die derzeitigen Ängste rund um Corona bei ihm ankommen. „Um die Menschen, die hier anrufen, mache ich mir aber weniger Sorgen“, erklärt Uwe Hobuß. Er sorgt sich eher um die Menschen, die nicht anrufen: „Wer über das, was ihn beunruhigt, sprechen kann, der ist schon einen kleinen Schritt weiter.“

Für viele Familien ist nicht die Einsamkeit die Herausforderung, sondern die ständige Nähe und der drohende Lagerkoller. Kitas und Schulen sind geschlossen. Eltern müssen zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung wechseln. Erika Brahms ist Bereichsleiterin der Kindergarten-Fachberatung der Diakonie in Niedersachsen. Ihre Bitte: „Es braucht Verständnis von Arbeitgebern. Da müssen auch mal Dinge liegenbleiben, weil Kinder an dieser Stelle Vorrang haben.“

Doch bei all den Herausforderungen, die Corona mit sich bringt, zeigt sich Solidarität und Zusammenhalt. Nachbarschaftshilfen werden auf die Beine gestellt. So werden zum Beispiel Einkäufe für die älteren Nachbarn erledigt. „Da gibt es eine große Hilfsbereitschaft von Menschen, die vorher noch nie aktiv waren, aber die einsehen, dass so eine Hilfe im Moment nötig ist“, freut sich Johannes Meyer vom Diakonischen Werk in Hannover.

Die Sendung ist als Podcast abrufbar: https://www.ffn.de/programm/sendungen/hilfe-interaktiv/
Sie haben eine Frage? Schreiben Sie an: hilfe@hilfe-interaktiv.de

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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