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Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes und Michel Sperling
Bild vergrößert anzeigen Vorhergehendes Bild anzeigen Nachfolgendes Bild anzeigenVon links: Juri Sladkov (Projekt Kompass), Pascal Allewelt (Kontaktladen Mecki) und Michel Sperling

„Ich wollte schon immer in die Soziale Arbeit“

Michel Sperling von der TSV Hannover-Burgdorf hospitiert in der Wohnungslosenhilfe

In Hannover bei der TSV Hannover-Burgdorf zum Handball-Nationalspieler werden: Timo Kastening hat dies geschafft und will mit der Deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der morgen beginnenden Europameisterschaft eine Medaille holen. Dieses Ziel hat für die Zukunft auch Michel Sperling, der zur hannoverschen RECKEN-Schmiede gehört. Vor vier Jahren besuchte Kastening das diakonische Sportprojekt in Rotenburg/Wümme und wurde anschließend zum Stammspieler der Bundesligahandballer. Den gleichen Weg will Nachwuchs-RECKE Sperling auch einschlagen. Heute besuchte er die Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks Hannovers.

Eike Korsen, Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf Handball GmbH: „Die ganzheitliche Ausbildung unserer Nachwuchsspieler ist das System, was die RECKEN auszeichnet. Neben den sportlichen Aspekten ist uns wichtig, dass sich unsere Spieler auch beruflich weiterentwickeln und dabei soziale Kompetenzen ausbauen. Hospitationen bei unseren Partnern bieten unseren Spielern Möglichkeiten, sich auf anderen Spielfeldern auszuprobieren.“

Für den Nachwuchsspieler der RECKEN ist die Soziale Arbeit eine mögliche Berufsperspektive. In Celle macht er sein Fachabitur an der Albrecht-Thaer-Schule mit dem Schwerpunkt „Sozialpädagogik. Durch die Sozialpartnerschaft der Handballer mit der Diakonie in Niedersachsen konnte Sperling heute mit der Wohnungslosenhilfe einen wichtigen diakonischen Arbeitsbereich kennenlernen: „Normalerweise nimmt man die Leute in der Stadt nicht wahr. Ich habe mitbekommen, dass die Wohnungslosen einen Tagesablauf haben. Sie können Angebote wahrnehmen. Sie haben unterschiedliche Schicksale und freuen sich, angesprochen zu werden.“ Suchterkrankungen, Schulden oder familiäre Probleme. Mit vielen Themen ist Michel bei seiner Hospitation in Kontakt gekommen. „Ich wollte schon immer in die Soziale Arbeit gehen“, verrät der Nachwuchsspieler.

Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes und Sozialpädagoge Pascal Alleweit vom Kontaktladen „Mecki“ finden es gut, dass Michel Sperling beruflich einen sozialen Weg einschlagen will: „Michel ist eine charismatische Erscheinung, ist freundlich und hat Humor. Das sind Grundvoraussetzungen, um mit diesen problembehafteten Menschen zu arbeiten“, so die Einschätzung der Diakonie. „Bei der Wohnungslosenhilfe muss man offen sein und darf keine Berührungsängste haben.“ Für junge Menschen die soziale Arbeit studieren, bietet das Diakonische Werk Möglichkeiten der Hospitation und hat im Bereich der Wohnungslosenhilfe Stellen für ein Berufsanerkennungsjahr.

Vor dem Studium steht für Michel Sperling aber zunächst ab Sommer ein „Freiwilliges Soziales Jahr an. Daneben will er Stammspieler bei der Reserve der TSV Hannover-Burgdorf werden. Und vielleicht klappt es, wie bei Timo Kastening, auch mit der Bundeligakarriere.

Hintergrund:

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. ist seit 2014 offizieller Sozialpartner der TSV Hannover-Burgdorf „DIE RECKEN“. Neben den Besuchen von Handballprofis in diakonischen Einrichtungen sind regelmäßig Diakonische Projekte zu Gast bei den Bundesliga-Heimspielen und können dort auch auf ihr soziales Engagement aufmerksam machen. In dieser Saison widmet sich die Sozialpartnerschaft unter dem Motto „Soziale Berufe kann nicht jeder“ insbesondere dem Nachwuchs. Spieler aus der RECKEN-Schmiede bekommen die Möglichkeit soziale Berufsfelder kennenzulernen und werben außerdem auf ihren Trikots für soziale Berufe. Infos und weitere Links zur Diakonie als Arbeitgeber.

 

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