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Familie Ghruaibawi mit Hartmut Lauer, Foto: GRZ Krelingen
Familie Ghruaibawi mit Hartmut Lauer, Foto: GRZ Krelingen

„Wie im Paradies“

Flüchtlingsfamilie verbringt Ferien im GRZ Krelingen

„Hier ist es wie im Paradies!“, schwärmt Watheq Al Ghruaibawi. Gemeinsam mit seiner Frau und acht Kindern, darunter eine schwerbehinderte Tochter, hat Whateq vor Kurzem zwei unbeschwerte Ferienwochen auf dem Gelände des GRZ Krelingen erlebt. Nach Todesdrohungen von Milizen flüchtete Watheq 2014 aus dem Irak nach Deutschland. Erst sechs Jahre später konnte auch seine Familie nach Deutschland ausreisen. Hier leben sie unter schwierigen Bedingungen in einer Gemeinschaftsunterkunft in Berlin.

Der Aufenthalt in Krelingen kam über einen Kontakt von Hartmut Lauter mit Heidi Kröger, einer ehemaligen Kommilitonin, zustande. Die Sozialpädagogin betreut in Berlin ehrenamtlich Watheq und seine Familie. Lauter (77), der im GRZ Krelingen viele Jahre das Krelinger Reha-Zentrum leitete, organisierte für den Ferienaufenthalt der großen Familie in der Lüneburger Heide ein abwechslungsreiches Programm mit Besuchen im Serengetipark Hodenhagen und im Weltvogelpark Walsrode, Minigolfspielen auf der werkseigenen Anlage, Klettern im neuen Krelinger Outdoorcamp, Spielen auf dem Spielplatz des GRZ, Grillabenden, Gitarrenunterricht und anderes mehr. Auch Mitarbeitende des GRZ und ihre Familien haben sich dabei intensiv eingebracht. Bei den älteren Söhnen stieß auch das Angebot der Überbetrieblichen Ausbildung in Krelingen auf starkes Interesse. 

Finanziert wurde der Aufenthalt der Flüchtlingsfamilie durch einen Berliner Unterstützungsverein und Spenden aus dem Umfeld des GRZ. „Die Vorbereitung und Durchführung war schon eine gewisse Herausforderung“, blickt Lauter auf den Aufenthalt der irakischen Gäste zurück. Aber in der Lüneburger Heide konnten Watheq und seine Familie für eine kurze Zeit der Hoffnungslosigkeit ihrer Lebenssituation - Unterbringung auf engstem Raum ohne wirkliche Zukunftsperspektive - entfliehen und Kraft tanken.

Watheq, der nach einem Unfall im Irak schwerbehindert ist, ist Moslem und sagt: „Nur der Glaube an Gott ist mir geblieben.“ In eigenen Bildern versucht er, seine traumatischen Erlebnisse im Irak mit Gefängnis, Folter und Verfolgung  künstlerisch zu verarbeiten. In der Krelinger Kirche haben ihn die Bilder der biblischen Geschichte vom Verlorenen Sohn beeindruckt. Auch er fühlt sich „verloren“ und entfremdet, sehnt sich nach seiner Heimat. Aber in Krelingen durfte Whateq, der im Irak mit Gefängnis, Folter und Verfolgung ein Stück Hölle auf Erden erlebte, etwas Himmel spüren. (www.grz-krelingen.de)

Kontakt

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geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

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