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„Wir gehören in die Einrichtungen“

Die Grünen Damen und Herren in Niedersachsen haben sich zu ihrer Regionaltagung auf Landesebene getroffen. Thema war „Jeder Mensch hat ein Recht auf Gesundheit?“.

Susanne Zschätzsch, Landesbeauftragte für Niedersachsen und Bremen im Team mit Beate Exner, gab einen Rückblick auf die vergangenen anderthalb Jahre: Das Gefühl des Ausgeschlossenseins war bei vielen Grünen Damen und Herren angesichts der langen Zeit der Pandemie vorherrschend. Doch führte das nach Aussage von Zschätzsch zu einem neuen Selbstbewusstsein: „Ja, wir gehören in die Einrichtungen, wir gehören zu den alten und kranken Menschen! Denn wir sind verlässlich, was unseren Umgang mit Hygiene- und anderen Vorschriften des Hauses angeht! Wer von uns es sich zutraut, soll den Dienst ausüben dürfen!“

Denn die eKH (Evangelische Kranken- und Altenhilfe e.V, der Dachverband der Grünen Damen und Herren) hat ein Hygienekonzept erarbeitet, das in Abstimmung mit den Einrichtungen einen möglichst gefahrlosen Dienst für die Grünen Damen und Herren ermöglicht. Die Leitlinien der eKH, die für alle Ehrenamtlichen Grundlage sind, sowie die Stütze des deutschlandweiten Dachverbands tragen dazu bei, im Sinne der Einrichtungen auch in Corona-Zeiten für die alten und kranken Menschen da zu sein, ihnen seelische und soziale Unterstützung zu bieten.

Die niedersächsische Sozialministerin Daniela Behrens gab in ihrem Impulsvortrag einen Einblick in die Arbeit ihres Ministeriums unter dem Eindruck der Pandemie. Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, erklärte: „Gesundheit lässt sich nicht einfordern. Es gibt kein Recht auf Gesundheit - wir müssen mit Krankheit leben. Allerdings braucht es gerechte Wege in der Behandlung von Krankheiten und dem Umgang mit Behinderungen sowie Zugang zur medizinischen Versorgung für alle Menschen.“

Dr. Julia Inthorn, Direktorin des Zentrums für Gesundheitsethik in Hannover, machte deutlich, dass Ethik keine fertigen Antworten liefere, sondern Fragen schärfen müsse. Ethik müsse immer wieder nachjustieren, wenn es bei rechtlichen Regelungen hake, wenn es Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten gebe. Das Recht auf Gesundheit werde dann umgewandelt in die Frage: „Welche Art von Gesundheit brauche ich, und wer kann hierbei unterstützen?“ Der Blick auf Verletzlichkeit könne helfen, Lösungen zu finden.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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