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Aktionswoche Schuldnerberatung 2020

„Chancenlose Kinder? - Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung!“

„Chancenlose Kinder? - Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung!“ unter diesem Motto startet heute die Aktionswoche Schuldnerberatung.

Bundesweit machen die Sozialen Schuldnerberatungsstellen der Verbände der freien Wohlfahrtspflege auf die Lebenssituation der mitbetroffenen Kinder aufmerksam. „In 35 % der überschuldeten Haushalte lebte 2019 mindestens ein Kind“ zeigen die heute veröffentlichten Zahlen des statistischen Bundesamtes. Überschuldet zu sein bedeutet oft über viele Jahre mit einem Einkommen an der Armutsgrenze zu leben. In Niedersachsen leben nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 20 % aller Kinder in armutsgefährdeten Familien.

Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen: „Gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich, wie sehr Kinder durch fehlende finanzielle Ressourcen benachteiligt sind und noch weiter abgehängt werden. Bildung und Teilhabe im Homeschooling ist allein wegen der fehlenden technischen Ausstattung oft nicht realisierbar. Viele Familien können sich nicht für jedes ihrer Kinder einen Laptop, PC oder einen Drucker für die Familie leisten. Seit langem fordern wir als Diakonie, einen Rechtsanspruch auf auskömmliche finanzielle Leistungen für die notwendige digitale Ausstattung für Schülerinnen und Schüler im Bildungs- und Teilhabepaket festzuschreiben.“

Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) hat ein Forderungspapier zur Aktionswoche mit notwendigen Maßnahmen erstellt, um gutes Aufwachsen trotz Überschuldung zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • Grundlegende finanzielle Absicherung von Kindern
  • Finanzielle Bildung von klein auf
  • Schuldenfrei in die Volljährigkeit
  • Gleichklang von Sozialrecht und Zwangsvollstreckungsrecht
  • Recht auf Schuldnerberatung für alle

In Trägerschaft der Diakonischen Werke arbeiten in Niedersachsen 54 Soziale Schuldnerberatungsstellen. Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten die Schuldnerberatungsstellen die Beratungen soweit wie möglich telefonisch und online durchführen. Inzwischen sind in den Beratungsstellen der Diakonie auch wieder persönliche Gespräche möglich. „Schon jetzt zeichnet sich eine deutlich erhöhte Nachfrage ab“, berichtet die Fachreferentin Martina Sievers. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen nochmals, dass mit ca. 20 Prozent der Hauptauslöser für Überschuldung der Verlust des Arbeitsplatzes ist. „Vielen Menschen bricht im Moment ihr Einkommen weg, durch die Corona-Krise werden sie arbeitslos, erhalten nur Kurzarbeitergeld, viele Kleinselbstständige werden auch mit Coronahilfen ihr Geschäft nicht halten können. Regelmäßige finanzielle Verpflichtungen können so, gerade von Menschen mit niedrigem Einkommen, nicht mehr bedient werden. Die Schuldnerberatungsstellen werden nach der Krise mehr denn je gebraucht.“

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: http://www.aktionswoche-schuldnerberatung.de/

 

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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