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Corona verstärkt die Fluchtproblematik: Es braucht langfristige und stabile Perspektiven

Die Anzahl der Menschen, die weltweit an Hunger leiden, steigt seit 2019 stetig an. Insbesondere in diesem Jahr zeichnet sich eine weitere Zunahme ab: In Folgen der Corona-Pandemie könnten weltweit bis zu 132 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen sein. In Entwicklungsländern, konfliktbelasteten Staaten und vielen Flüchtlingscamps kann häufig keine flächendeckende Gesundheitsversorgung gewährleistet werden. Es scheitert manchmal schon an fließendem Wasser. Zusätzlich sind Unterernährung und prekäre Arbeitsverhältnisse verbreitet, was Infektionsanfälligkeiten verstärkt und durch Arbeitsverlust zu noch mehr Hunger und Obdachlosigkeit führt. Eine Zunahme weltweiter Fluchtbewegungen wird befürchtet.

„Damit die Gesundheitskrise nicht der Katalysator für Hungerkrisen, Flucht und Vertreibung wird, sind Nothilfe und entwicklungspolitische Zusammenarbeit wichtiger denn je. Neben der Unterstützung und Begleitung der Geflüchteten vor Ort in Niedersachsen, ist die Förderung existenzsichernder Lebensbedingungen in den Herkunftsstaaten notwendig. Dazu braucht es mehr als einzelne, lokal erfolgreiche Projekte. Für eine politische Zusammenarbeit brauchen wir langfristige und stabile Perspektiven“, sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen.

Denise Irmscher, Referentin für Diakonie Katastrophenhilfe in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers äußert sich besorgt über die aktuelle Lage, die in vielen Ländern durch die bevorstehenden Winterzeit verschärft wird: „Dies trifft auch die Menschen auf der Flucht und macht ihre Lage gerade jetzt zu Corona Zeiten noch prekärer und aus humanitärer Sicht unerträglich.“ Neben den staatlichen Maßnahmen weist sie auch auf die Bedeutung der gemeinsamen Verantwortung hin: „Der humanitäre Auftrag geht an jeden Einzelnen von uns. Es wichtig, dass wir selbst aktiv werden und die Akteure in unserem Umfeld unterstützen, die sich für Menschlichkeit und solidarisches Miteinander einsetzen.“

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.  tritt für eine moderate und menschenrechtsbewusste Asyl- und Integrationspolitik ein. In den diakonischen Beratungsstellen der Mitgliedseinrichtungen erhalten geflüchtete Menschen Beratung und Unterstützung beispielsweise in Fragen des Spracherwerbs, der beruflichen Integration und der sozialen Teilhabe.

Jeder Mensch hat ein Recht auf Humanitäre Hilfe und Schutz. Dafür setzt sich die Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) seit über 65 Jahren weltweit ein. Sie hilft Menschen, die durch Katastrophen oder Gewaltkonflikten in existenzielle Not geraten sind - unabhängig von Religion, ethnischer Zugehörigkeit, politischer Überzeugung und Nationalität. In der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers informiert das Referat Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe über die Arbeit der DKH in Gemeinden, an Schulen und in der allgemeinen Öffentlichkeit und sammelt Spenden für die Projektarbeit.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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