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Diakonie: „Wir tun alles, um eine fachlich gute Betreuung sicherzustellen“

Das niedersächsische Kultusministerium hat die grundsätzliche Öffnung der Kindertageseinrichtungen zum 22. Juni angekündigt. „Wir sehen die Notwendigkeit für diesen Schritt für Kinder und Eltern“, sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. „Wir kritisieren jedoch, dass durch die damit verbundene Aussetzung des Fachkräftegebots der Eindruck entsteht, dass es vorrangig um die Unterbringung der Kinder geht und nicht um eine qualifizierte Betreuung.“

Die Anforderungen für die Kindertageseinrichtungen sind groß. „Einerseits muss das Hygienekonzept des Landes umgesetzt werden, anderseits sollen alle Kinder wieder in die Kita dürfen. Das stellt die Kitas vor Herausforderungen, die wir jetzt im Einzelnen prüfen müssen,“ sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. „Wir werden aber alles erdenklich Mögliche tun, um die Kitas unter den notwendigen Schutzmaßnahmen wieder zu öffnen.“

Zur Aussetzung des Fachkräftegebots und der Überlegung, ungelernte Personen für die Betreuung heranzuziehen, sagt Lenke: „Die Eltern brauchen keine Angst zu haben, dass jetzt x-beliebige Leute in unseren Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden, die gar keinen Zugang zu Kindern haben, wir können dieser Regelung nur als zeitlich sehr begrenzte Notfallmaßnahme zustimmen. Wichtig ist dabei: Die Träger vor Ort entscheiden, wer bei ihnen arbeitet.“

Wie die Öffnung der Kindertageseinrichtungen organisiert wird, dürfte nach Einschätzung von Lenke ganz unterschiedlich ausfallen: „Einige können vielleicht ehemalige Erzieherinnen aktivieren, andere haben Hilfskräfte, die einspringen. Wieder andere werden zum 22. Juni nicht alle Gruppen öffnen können, weil einfach kein Personal zur Verfügung steht“, sagt Lenke. In jedem Fall bedeute eine weitere Öffnung erhöhte Anforderungen an die ohnehin schwer umzusetzenden Hygienevorschriften. „Wir empfehlen unseren Kitas, viel nach draußen zu gehen und auch zusätzliche Gemeinderäume zu nutzen, um die strikte Trennung von Gruppen und die Hygienevorgaben einhalten zu können.“ Dass in Kindertageseinrichtungen Situationen entstehen, in denen sich Kinder untereinander und Erwachsene nahekommen, sei aber kaum zu verhindern.

Zum Kita-Start am 22. Juni für alle bleibt Lenke skeptisch: „Es muss allen klar sein, dass wir noch lange nicht in den Regelbetrieb zurückkehren. Wir befinden uns weiterhin in einer Ausnahmesituation, auch wenn jetzt alle zu gewissen Zeiten in die Kitas zurückkehren dürfen.“ Es werde zudem einige Zeit dauern, bis die für die Hilfskräfte erforderlichen Führungszeugnisse vorliegen. Das Kita-Gesetz, nach dem wieder nur Fachkräfte in Kindergärten eingesetzt werden dürfen, greife voraussichtlich ab 1. August wieder.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

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