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Diakonie in Niedersachsen begrüßt Pflegeverbesserungsgesetz und fordert bundesweite einheitliche Regelungen

„Mit dem vorgelegten Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege werden zusätzliche Stellen in stationären Pflegeeinrichtungen ermöglicht und finanziert. Wir begrüßen, dass diese durch die Pflegeversicherung finanziert werden und somit die Pflegebedürftigen nicht zusätzlich belasten,“ so Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. „Die Schaffung von zusätzlichen Hilfskräften ist allerdings nur ein erster Schritt, um den bereits bestehenden Mangel an personellen Ressourcen in Pflegeeinrichtungen entgegenzuwirken. Dazu gehört unter anderem ein starkes Engagement, den Pflegeberuf für junge Leute attraktiv zu machen. Wir hoffen auch, dass bei der Umsetzung die Einrichtungen nicht nochmals mit einem aufwendigen Monitoring und zusätzlichem Verwaltungsaufwand belastet werden, wie es sich schon bei den so genannten „Spahn-Stellen“ gezeigt hat.“

Völlig unberücksichtigt lässt der Gesetzesentwurf nach Ansicht der Diakonie in Niedersachsen, dass es unterschiedliche Qualifikationsniveaus in den Bundesländern gibt. Dadurch variieren die Voraussetzungen, um die Stellen besetzen zu können, je nach Bundesland. In Niedersachsen bedarf es einer zweijährigen Qualifizierung, in anderen Bundesländern nur eine einjährige Ausbildung. Dies führt zu weiteren Ungerechtigkeiten, die nur durch eine bundesweit einheitliche Regelung für die Pflegehelfer- und Assistenzausbildungen der Länder zu beheben ist. „Wir fordern daher, eine zweijährige generalistische Ausbildung für das zusätzliche Personal zeitnah einzuführen,“ so Lenke. „Aus dem jetzt noch vorhandenen Stückwerk von unterschiedlichen Stellenschlüsseln in den Bundesländern muss eine bürokratiearme Gesamtlösung aus einem Guss geschaffen werden. Nötig ist daher eine Roadmap für ein differenziertes länderspezifisches Personalaufbaukonzept, das im Resultat die wissenschaftlich belegte und fachlich untermauerte Größe der Rothgangstudie zur Personalbemessung in der Altenpflege abbildet,“ schlägt der Diakonie-Vorstandssprecher zur Verbesserung der Situation vor.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

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