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Diakonie weist Vorstoß des Bundespräsidenten zu Dienstpflicht zurück

Der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, hat die Forderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Menschen zurückgewiesen. „Wir brauchen keine Dienstpflicht, wir brauchen die Möglichkeit, für all die jungen Menschen, die sich für einen Freiwilligendienst interessieren, auch einen Platz zu schaffen“, sagte Lenke am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bei der Diakonie gebe es mehr Anfragen von jungen Menschen für ein freiwilliges Engagement als Plätze vorhanden seien, erläuterte Lenke: „Deshalb benötigen wir eine auskömmliche Finanzierung, die der Nachfrage gerecht wird.“ 2019 seien nach acht Jahren Stagnation die Mittel erstmalig wieder angehoben, aber nicht verstetigt worden. In den aktuellen ersten Haushaltsplanungen sei nun sogar die Rücknahme dieser Mittel vorgesehen.

Lenke betonte, der Freiwilligendienst diene zumindest aus diakonischer Sicht dazu, die Persönlichkeit der jungen Menschen zu unterstützen. Keinesfalls solle er fehlendes Personal kompensieren.

Für viele junge Menschen sei ein soziales Jahr herausfordernd. Sie kämen in den diakonischen Einrichtungen womöglich erstmals mit Themen, wie Tod, Krankheit oder Ausgrenzung in Kontakt. „Auf diese Erfahrungen müssen junge Menschen vorbereitet werden. Das bedeutet eine intensive Begleitung über das Jahr hinweg.“ Eine variable Zeitgestaltung, wie der Bundespräsident es vorgeschlagen habe, sei daher in der Praxis nicht umsetzbar. „Auch aus Verantwortung für die jungen Freiwilligen“, unterstrich Lenke.

Quelle: epd

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