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Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück, Dr. Carola Reimann, niedersächsische Sozialministerin und Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, beim Diakonischen Kamingespräch in Osnabrück.
Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück, Dr. Carola Reimann, niedersächsische Sozialministerin und Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, beim Diakonischen Kamingespräch in Osnabrück.

Diakonisches Kamingespräch dreht sich um soziale Innovationen

Was braucht Wohlfahrtspflege, um innovativ zu sein? Wie sieht der Beitrag der Diakonie dazu aus? Was können Kommunen tun, um in ihrer Region soziale Innovationen zu fördern? Wie können Wirtschaft und Wohlfahrtspflege gemeinsam innovativ sein? Diese und weitere Fragen diskutierten etwa fünfzig geladene Gäste beim ersten Kamingespräch der Diakonie Osnabrück auf der Schelenburg im Osnabrücker Land.

In ihrem Impulsvortrag betonte Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann, dass die Digitalisierung die wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung sichere. „Mit dem Masterplan Digitalisierung bringen wir Unterstützungssysteme für das selbstbestimmte Leben im Alter, die landesweite Einrichtung des Krankenhausinformationssystems „IVENA“ und innovative Projekte in der Telemedizin voran“, erklärte die Ministerin. Bei der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle seien die Wohlfahrtsverbände wichtige Partner.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion unterstrich Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher des Diakonischen Werks evangelischer Kirchen in Niedersachsen: „Die Entstehung der Diakonie war Mitte des 19. Jahrhunderts selbst eine soziale Innovation, als nämlich aus der Kirche heraus nicht mehr nur gepredigt, sondern tatkräftig, flächendeckend  und durchorganisiert Menschen in Notlagen geholfen wurde. Das hatte es in dieser Form bis dahin nicht gegeben. Auch heute müssen im Rahmen weitreichender gesellschaftlicher Veränderungen und im Spannungsfeld von demografischer Entwicklung, Digitalisierung und zunehmender Individualisierung neue Antworten gefunden werden. Aktuell fördern wir derzeit, dass unsere Träger bei einer Plattform für soziale Dienstleistungen der Wohlfahrtsträger einsteigen."

Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück regte an: „Warum denken wir bei Startups eigentlich nur an Entwicklungen der IT-Branche und nicht an soziale Arbeit?“ In einem Labor für soziales Unternehmertum in der Region Osnabrück könnten die besten Lösungen für Probleme der Menschen von morgen generiert werden. „Dazu braucht es aber einer Kraftanstrengung vieler“, ist sich Pannen sicher und formuliert die Aufgabe: „Hochschulen, Wirtschaftsförderung, Kommunen und Unternehmer unterschiedlicher Branchen müssten daran Interesse haben und zusammenarbeiten.“

Um weiterhin soziale Innovationen entwickeln zu können, brauche die Diakonie allerdings ausreichend freie Ressourcen. Dass diese zu erzielen immer schwieriger werde, darin waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

 

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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