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Erstmals "Vesperkirche" in Braunschweig

Die Brüdernkirche wird zur ersten Braunschweiger "Vesperkirche". Zwischen dem 10. und dem 24. März könnten sich dort in der Mittagszeit Menschen aller Altersgruppen und aus verschiedenen Lebenswelten bei einem kostenfreien Mittagessen begegnen, sagte die evangelische Pröpstin Uta Hirschler dem epd. Dazu gebe es täglich Gastbeiträge unter anderem von der niedersächsischen Sozialministerin Carola Reimann (SPD) und dem braunschweigischen Landesbischof Christoph Meyns und drei Ausstellungen.

Ziel der Aktion sei es, einen Anlass zur Begegnung zu geben, sagte Hirschler. Menschen lebten in unterschiedlichen Milieus oft getrennt voneinander vor sich hin und seien selbst oft nicht bereit, etwas von sich wissen zu lassen. "Wenn man vom anderen nichts mehr weiß, bleiben nur noch Reibungspunkte."

Für die Vesperkirche werden im Mittelschiff der Kirche lange Tafeln aufgebaut, sagte Hirschler. Die Essensausgabe werde wie in einer Mensa organisiert, so dass die Besucher jederzeit dazukommen können. Für das Mittagessen gebe es einen Spendentopf. "Niemand soll ausgeschlossen sein", betonte die Theologin. Zu Beginn rechnen die Initiatoren zunächst mit etwa 100 Besuchern, die täglich von einem Team von Ehrenamtlichen betreut werden.

Zum Auftakt am 10. März gestalte der braunschweigische Landesbischof Meyns eine Andacht und Sozialministerin Reimann werde eine kurze Tischrede halten, sagte Hirschler. An den darauffolgenden Sonntagen sind der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, und der Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Rüdiger Becker, zu Gast. Unter der Woche sei die Kirche von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Dabei sei auch jeweils ein Beitrag von Pfarrern der Propstei und eine Tischrede von prominenten Verantwortungsträgern aus den Bereichen Kultur und Soziales geplant.

Die Ausstellungen zeigten Bilder aus der Malgruppe vom Diakonietreff Madamenhof und gesammelte Kinderbücher zum Thema Ausgrenzung, sagte Hirschler. Eine Theologiestudentin habe zudem für eine Foto-Ausstellung Menschen porträtiert, die sonst eher in der Stadt nicht zu sehen sind. Zu allen Angeboten stünden jeweils Gesprächspartner zur Verfügung.

Die Aktion wird getragen von der Propstei Braunschweig in Kooperation mit der Diakonie im Braunschweiger Land. Der Begriff "Vesperkirche" stammt aus Süddeutschland. Mehr als 30 evangelische Kirchengemeinden in Baden-Württemberg und Bayern führen jährlich unter diesem Titel in den Wintermonaten soziale Projekte zugunsten von Armen und Bedürftigen durch. Ähnliche Projekte gab es in den vergangenen Jahren auch in Hannover und Nordrhein-Westfalen.

Quelle: epd

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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