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Konferenz Diakonie und Entwicklung bekennt sich zu UN-Nachhaltigkeitszielen

Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die Diakonie verabschiedet

Der Klimawandel und die Covid-19- Pandemie stellen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft weltweit vor enorme Herausforderungen. Auch die kirchlichen Werke Brot für die Welt, Diakonie Deutschland und Diakonie Katastrophenhilfe sehen sich hier in der Verantwortung und haben Nachhaltigkeit zum zentralen Thema der Konferenz Diakonie und Entwicklung gemacht. Das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung (EWDE), in dem die drei Werke arbeiten, hat sich klar in ihrer konstituierenden Sitzung zu den UN-Nachhaltigkeitszielen bekannt und sich für einen umfassenden sozial-ökologischen Kurswechsel stark gemacht.

Die Weichen für ein zukunftsfähiges soziales Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell, das die natürliche Umwelt schützt und globaler Armut und Ungleichheit entgegenwirkt, müssen jetzt gestellt werden können, so die Botschaft der zweitägigen Zusammenkunft in Wolfsburg. An die Spitze des Aufsichtsrates des EWDE wurde Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann (EKKW) gewählt. Zur neuen Vorsitzenden der Konferenz wurde Dr. Johanna Will-Armstrong gewählt. Die Konferenz Diakonie und Entwicklung hat am heutigen Donnerstag auch Nachhaltigkeitsleitlinien für die Diakonie verabschiedet. Wichtige Handlungsfelder sind Immobilien, Liegenschaften und Wohnen, Mobilität, Land und Forstwirtschaft, nachhaltige Kapitalanlagen sowie eine Beschaffung, die Menschen- und Arbeitsrechte achtet und Ressourcen schont. Dagmar Pruin, EWDE-Vorstandsvorsitzende und Präsidentin Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe: „Mit der Projektarbeit von Brot für die Welt im Globalen Süden und unserer politischen Arbeit in Deutschland, der EU und weltweit tragen wir dazu bei, dass der dringend erforderliche Wandel des Lebens und Wirtschaftens gelingt und wir nachhaltige Entwicklungen anstoßen.

Unsere jahrzehntelangen Erfahrungen und der enge Austausch mit unseren Partnerorganisationen helfen uns, Herausforderungen in Fragen von Klima, Ernährung oder auch Gesundheit konkret und wirksam zu begegnen. Diese Erfahrungen können auch in Deutschland dabei helfen, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft voranzuschreiten und die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen. Wir appellieren an Regierungen weltweit, jetzt Aktionspläne zu erstellen, in denen sie verbindlich festhalten, mit welchen konkreten Schritten sie diese Ziele erreichen wollen. Dabei müssen die Lasten der Transformation gerecht geteilt werden - national wie international. Niemand darf auf diesem Weg zurückgelassen werden.“ Ulrich Lilie, stellvertretender EWDE-Vorstandsvorsitzender und DiakoniePräsident: „Wir müssen jetzt die Chance ergreifen, um unser Gesundheitssystem, unser Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell auch im Zuge der Digitalisierung sozial und umweltfreundlich zu gestalten. Wir sind aus Überzeugung gerne ein Teil der Lösung und wollen aktiv mitwirken an einem pandemiefesten Sozialstaat, der alle Menschen mitnimmt und keine neuen sozialen Verliererinnen und Verlierer schafft. Heute bauen wir eine Brücke für eine nachhaltigere Welt im 21. Jahrhundert. Unser tragfähiges Fundament sind dabei unsere christlichen Werte für ein nachhaltiges, weltzugewandtes Handeln. Als kirchliche Akteurinnen und Akteure wollen wir engagiert und professionell zu einem echten Weltzukunftsvertrag beitragen, so dass unsere Erde für alle Menschen dieser und künftiger Generationen lebenswert ist und bleibt.“ Mit den heute verabschiedeten Nachhaltigkeitsleitlinien geben das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE) und die Diakonie Deutschland die Empfehlung an ihre Mitglieder, ihr Handeln an den Nachhaltigkeitszielen zu orientieren und einen Beitrag zu deren Umsetzung zu leisten Die Diakonie verpflichtet sich, bis spätestens 2035 selbst klimaneutral zu sein. Neu gewählt wurden der Konferenzvorsitz, zudem wurden die Mitglieder des Aufsichtsrates gewählt sowie der beiden Ausschüsse der Konferenz - dem Ausschuss Diakonie und dem Ausschuss Entwicklungsdienst und humanitäre Hilfe. Offiziell verabschiedet als Vorsitzende der Konferenz wurde Angelika Weigt-Blätgen, die den Vorsitz seit Oktober 2012 innehatte. Bischof i.R. Dr. Dr. hc. Markus Dröge war Vorsitzender des Aufsichtsrates des EWDE seit Oktober 2012. Die Konferenz Diakonie und Entwicklung tagte am 13. und 14. Oktober in Wolfsburg. Sie ist das höchste beschlussfassende Gremium des EWDE.

Die 112 Delegierten beschließen über allgemeine Grundsätze der diakonischen Arbeit sowie der Entwicklungsarbeit und der humanitären Hilfe. Eröffnet wurde die Konferenz von Regionalbischöfin Petra Bahr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Wolfsburger Christuskirche. Auf der Tagesordnung standen Vorstands- und Ausschussberichte, die Genehmigung des Jahresabschlusses des EWDE zum 31. Dezember 2020 und des Wirtschaftsplans für das Jahr 2022. Weitere Informationen: https://www.diakonie.de/fileadmin/user_upload/Diakonie/PDFs/Pressmittei lung_PDF/Nachhaltigkeitsleitlinien_fuer_die_Diakonie.pdf

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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