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Dag Danzglock vom Niedersächsischen Kultusministerium spricht über die neue Pflegeausbildung.
Dag Danzglock vom Niedersächsischen Kultusministerium spricht über die neue Pflegeausbildung.

Mit der neuen Pflegeausbildung mehr Menschen für den Pflegeberuf gewinnen

Der Wechsel von drei getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege hin zu einer ein­heitlichen Berufsausbildung ist die richtige Antwort auf den Pflegenotstand in Deutschland. Davon ist die Diakonie in Niedersachsen überzeugt. Bereits heute sind in Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinisch-pflegerische Kenntnisse für eine komplexe Behandlungspflege erforderlich, und der Anteil pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Patientinnen und Patienten steigt in den Krankenhäusern stark an. Nur eine generalistisch ausgerichtete Ausbildung qualifiziert zur Pflege von Menschen aller Altersphasen und Lebenssituationen in allen Versorgungsbereichen. „Die neue Ausbildung, die 2020 startet, ist eine Chance und kann bei entsprechender Gestaltung ein ganz neues Qualitätsniveau ermöglichen“, sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen.

Auch die Pflegekammer Niedersachsen begrüßt grundsätzlich die Neuregelung der Gesetzgebung und eine generalistische Ausbildung. Dr. Jochen Berentzen, Vorstand der Pflegekammer Niedersachsen, betonte beim Fachtag am 20. November im Stephansstift: „Es muss eine Durchlässigkeit der Bildungsangebote horizontal und vertikal hergestellt werden. Im Vordergrund der Pflegebildung müssen Bildungsinteressen und nicht Verwertungsinteressen stehen. Die Umstellung auf die neuen Pflegeausbildungen und die - insbesondere auch technischen - Weiterentwicklungen des Arbeitsfelds Pflege stellen die Pflegeschulen vor besondere Aufgaben. Hierzu gehört, die Pflegeschulen zu befähigen, die digitalen Weiterentwicklungen im Arbeitsfeld Pflege im Unterricht adäquat abbilden zu können.“

Dr. Dag Danzglock vom Niedersächsischen Kultusministerium erklärte: „Es ist Ziel der Landesregierung, den Übergang in die neue generalistische Pflegeausbildung so zu gestalten, dass wir keine Ausbildungsplätze verlieren. Die Schulen sollten sich auf ihre vorhandenen Kompetenzen besinnen. Auf diesen können sie aufbauen und ihre vorhandenen Curricula auf die neue Ausbildung ausrichten. Wir müssen die Versorgungsbereiche so zusammen-bringen, dass alle Schülerinnen und Schüler die praktische Ausbildung durch Rotationsmöglichkeiten erfolgreich absolvieren können.“

Die Diakonie setzt sich maßgeblich dafür ein, die vorhandenen Strukturen der Praxisstellen und Schulen aufrecht­zuerhalten und für das neue System vorzubereiten. „Es wird eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die gesetzlich vorgeschriebene Zeitschiene einzuhalten“, sagt Diakonie-Vorstandssprecher Lenke. „Nur mit einer angemessenen Anschubfinanzierung wird es gelingen, die vorhandenen Schulplätze zu erhalten. Die bisherigen Ankündigungen des Landes Niedersachsen reichen dazu bei Weitem nicht.“ Auch bei der Finanzierung der Mieten und Pachten für freie Schulen sieht die Diakonie in Niedersachsen Handlungsbedarf, da eine bundeseinheitliche Regelung nicht vorliegt.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

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