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Foto: Jens Schulze
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Kinder erfinden Wörter, die nicht im Duden stehen

Spielräume in Kindertageseinrichtungen. Unter diesem Motto stand der Fachtag, an dem rund 1.200 Erzieherinnen und Erzieher der evangelischen Kindertageseinrichtungen am Donnerstag in Hannover teilgenommen haben. Zur Begrüßung sagte Landesbischof Ralf Meister DANKE für die wertvolle pädagogische Arbeit, von der sehr viele profitieren: “Wenn wir die Großeltern, Onkels und Tanten mitrechnen, bewegen Sie sich in einem Resonanzraum von weit über 500.000 Menschen in Niedersachsen“.

Im Mittelpunkt des Fachtages stand der Vortrag von Professor Rainer Strätz aus Erftstadt bei Köln. “Kinder lernen im Spiel aber kein Kind spielt um zu lernen“, verdeutlicht Strätz. Er findet, dass Spielen wichtiger sei als Lernpläne. Sie probieren sich auszudrücken und „erfinden dabei auch mal Wörter, die nicht im Duden stehen“ so der ehemalige Leiter des Sozialpädagogischen Instituts Nordrhein-Westfalen humorvoll in seinem Vortrag. Sein Wunsch, dass Erzieher das Spielen ermöglichen und Kinder dabei begleiten, ist allerdings oft schwer zu vermitteln. „Eltern haben teilweise absurde Vorstellungen“, berichtet Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. Bei den Wünschen nach Vermittlung erster Fremdsprachenkenntnisse und naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen bleibe dann oft nicht ausreichend Zeit für das freie Spielen. Dabei sei spielen wichtig für die Entwicklung der Kinder, so Strätz. Dies sei lange bekannt und gut erforscht. Dennoch spiele das Spiel als Erkenntnismethode der Kinder in der öffentlichen Diskussion kaum eine Rolle. Kinder bräuchten Freiräume und Beteiligungsmöglichkeiten.

Der Fachtag und die anschließenden Foren zu digitalen Lerngemeinschaften, Raumgestaltung, religiösen Kinderfragen, inklusiven Spielen und moderner Teamorganisation wird eine nachhaltige Wirkung in den evangelischen Kindertageseinrichtungen erzeugen. Es ist gut, wenn immer wieder neue Spielräume entdeckt und mit Leben gefüllt werden.

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