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Wohnungslose Menschen: Soforthilfe ist notwendig - grundsätzlich müssen wir umsteuern.

Der starke Wintereinbruch in Norddeutschland mit sehr tiefen Temperaturen und viel Schnee rückt die Situation von wohnungslosen Menschen plötzlich wieder in den Vordergrund. Verschärft wird die Lage dadurch, dass wegen der Corona-Schutzmaßnahmen viele Hilfsangebote nur reduziert möglich sind.

Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke von der Diakonie in Niedersachsen bedankt sich an dieser Stelle für das soziale Engagement: „Es ist gut, dass die Kältebusse in den niedersächsischen Metropolen ihr Angebot seit Samstag ausweiten, dass Kirchen und andere Akteure ihre Türen öffnen, um unter Corona-Regeln zusätzliche Schlafplätze anzubieten, und unsere Mitarbeitenden der Wohnungslosenhilfe auf der Straße unterwegs sind, um über diese Hilfen zu informieren. Ich bitte aber auch alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, wachsam zu sein und den Notruf zu wählen, wenn Sie den Eindruck haben, jemand droht zu erfrieren.“

Lenke macht auch deutlich, dass es in der Wohnungslosenhilfe eine grundsätzliche Neubewertung braucht. „Wir müssen das Soziale neu denken. Es ist gut, dass derzeit wegen der Pandemielage Kommunen leerstehende Hotels anmieten und wohnungslosen Menschen mindestens vorübergehend ein festes und warmes Dach über dem Kopf gewähren. Dies ist aber nur eine kurzfristige Linderung der Not. Wichtig ist nun, gemeinsam über bedarfsorientierte Angebote für wohnungslose Menschen zu diskutieren, anstatt auf den nächsten Winter oder die nächste Pandemie zu warten. Grundsätzlich müssen wir uns in der Wohnungslosenhilfe von Gemeinschaftsunterkünften bzw. Mehrbettzimmern verabschieden. Dies ist keine angemessene Form, Menschen von der Straße die Möglichkeit zu eröffnen, ein anderes Leben zu beginnen.

Und die Gefahr von Wohnungslosigkeit muss von vornherein reduziert werden. Wir müssen jetzt konsequent für eine differenzierte Wohnungsmarktpolitik vor allem im städtischen Kontext Sorge tragen.“

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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