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Ministerin und Bischof eröffnen "Vesperkirche" in Braunschweig

Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat gemeinsam mit Landesbischof Christoph Meyns Braunschweigs erste evangelische "Vesperkirche" eröffnet. Bis zum 24. März können sich in der Brüdernkirche Menschen aller Altersgruppen und aus verschiedenen Lebenswelten beim kostenfreien Mittagessen treffen. Dazu gibt es drei begleitende Ausstellungen. Ministerin Reimann sagte, die Veranstaltungsreihe ermögliche einen neuen Raum für Begegnungen. Die Gäste hätten die Gelegenheit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, "die sie sonst nie getroffen hätten".

Landesbischof Meyns betonte, die Vesperkirche wolle den Bibelvers "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht (Matthäus 4,4)" mit Leben erfüllen. Neben Nahrung oder Geld, um Dinge des alltäglichen Lebens kaufen zu können, "brauchen wir auch gelungene Beziehungen", sagte Meyns. Die moderne Gesellschaft erlaube viele Freiräume und Lebensmöglichkeiten: "Damit einher geht aber auch das Problem, dass wir oft keine feste Gemeinschaft mehr benötigen und nicht miteinander sondern nebeneinander leben."

Für die Vesperkirche sind im Mittelschiff der Kirche lange Tafeln aufgebaut. Die Essensausgabe ist wie in einer Mensa organisiert, so dass die Besucher jederzeit dazukommen können. Für das Mittagessen gibt es einen Spendentopf. "Niemand soll ausgeschlossen sein", betonte die Braunschweiger Pröpstin Uta Hirschler. Zu Beginn rechnen die Initiatoren zunächst mit etwa 100 Besuchern, die täglich von einem Team von Ehrenamtlichen betreut werden.

An den kommenden Sonntagen sind der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, und der Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Rüdiger Becker, zu Gast. Unter der Woche ist die Kirche von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Dabei ist auch jeweils ein Beitrag von Pfarrern der Propstei und eine Tischrede von prominenten Verantwortungsträgern aus Kultur und Soziales geplant.

Die Ausstellungen zeigten Bilder aus der Malgruppe vom Diakonietreff Madamenhof und gesammelte Kinderbücher zum Thema Ausgrenzung. Eine Theologiestudentin hat zudem für eine Foto-Ausstellung Menschen porträtiert, die im Alltag häufig übersehen würden. Dazu gehörten etwa Obdachlose, Straßenmusiker oder Punks.

Die Aktion wird getragen von der Propstei Braunschweig in Kooperation mit der Diakonie im Braunschweiger Land. Der Begriff "Vesperkirche" stammt aus Süddeutschland. Mehr als 30 evangelische Kirchengemeinden in Baden-Württemberg und Bayern führen jährlich unter diesem Titel in den Wintermonaten soziale Projekte zugunsten von Armen und Bedürftigen durch. Ähnliche Projekte gab es in den vergangenen Jahren auch in Hannover und Nordrhein-Westfalen.

Quelle: epd

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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