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Unerhört!

Woche der Diakonie 2019 vom 1. bis 8. September

Die neue Kampagne der Diakonie irritiert. Warum sind Wohnungslose, Flüchtlinge, Alltagshelden oder Alte unerhört? Nach kurzem Nachdenken wird einem die Doppeldeutigkeit des Kampagnen-Claims bewusst. Es stimmt: Viele Menschen fühlen sich mit ihren Problemen nicht gehört. Die wenigsten suchen das Gespräch mit anderen. Vielmehr wird in der Anonymität des Internets lautstark geschimpft und bei Wahlen den sogenannten etablierten Parteien ein „politischer Denkzettel“ verpasst.

„Mit unserer Kampagne machen wir Wahlkampf für eine offene, lebendige und vielfältige Gesellschaft“, erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. „Viele fühlen sich an den Rand gedrängt in einer immer unübersichtlicheren Welt, in der das Tempo steigt und Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben droht.“ In einem der Kampagnen-Claims werden alte Menschen als unerhörte Personengruppe bezeichnet. Etwa 16% der Rentner und Pensionäre sind armutsgefährdet, eine Zahl die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Frauen sind stärker gefährdet als Männer. Dazu kommt, dass familiäre Netzwerke sich verändert haben und viele alte Menschen sich einsam fühlen.

Die ersten Motive der Kampagne, die bis 2020 laufen wird, sind bereits seit einigen Monaten in Niedersachsen plakatiert. In den kommenden Monaten werden weitere dazukommen und immer wieder neue Personengruppen vorgestellt Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen wünscht sich eine aktive Beteiligung an möglichst vielen Orten in „ Es ist ein kostbares Gut geworden, wenn Menschen sich gegenseitig ausreden lassen und einander zuhören. Das wünsche ich mir mithilfe der Kampagne „Unerhört“: dass wir denen wieder zuhören, die ansonsten in unserer Gesellschaft überhört werden.“ 

www.woche-der-diakonie.de

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