^
Navigation öffnen

FÜREINANDER

„Woche der Diakonie“ vom 4. bis 11. September 2022

Die Diakonie in Niedersachsen legt zur Woche der Diakonie 2022 den Fokus auf die Verantwortung, die Politik, Kirche, Sozialverbände und Gesellschaft füreinander haben. Eine sozialpolitische Einordnung mit Blick auf den aktuellen Ukraine-Konflikt von Sven Quittkat, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ende der Pandemie scheint in unserem Land nahe, die Hoffnung kommt zurück. Und dann bricht mitten in unserem Europa ein Krieg aus. Bei vielen Menschen ist die Sorge groß, die Kräfte schwinden, die Nerven liegen manchmal blank. Wir lesen täglich von den aktuellen Entwicklungen, setzen uns selbst Hoffnungszeichen. All dies ist verständlich, und doch gibt es viele Enttäuschungen. Wenn es doch anders kommt und mitten im dritten Jahr der Pandemie nun auch noch der Frieden in unserem Europa nachhaltig bedroht ist

Füreinander. Das Jahresthema der Diakonie in Niedersachsen stellt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus. Nur gemeinsam werden wir die Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Die der Pandemie, die aufgebrochenen geopolitischen Konflikte, aber auch die sozialen Probleme, die schon vorher da waren. Wir erleben es gerade intensiv: Nur gemeinsam können wir uns schützen. Nur miteinander können wir Wege finden. Nur im gemeinsamen Tragen der Lasten schaffen wir Lösungen.

Wir leben nicht in einer gespaltenen Gesellschaft, sondern in einer Gesellschaft, in der wenige spalten. Das wollen und müssen wir immer wieder betonen. In der Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig es ist, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und damit neuen Flüchtlingsbewegungen in Europa wollen wir das bewusst in den Mittelpunkt stellen.

Wir sehen täglich, wie sich die meisten Menschen engagieren, Tag für Tag: In den Verwaltungen, an den Kassen, in Betrieben, in den vielen Hilfefeldern der sozialen Arbeit, an ihren Arbeitsplätzen sowie freiwillig in den Vereinen und Initiativen. Wir danken allen, die sich verantwortungsvoll einbringen in unseren Gemeinden, Dörfern und Städten in Niedersachsen. Wir sind die Mehrheit, auch wenn unsere Stimmen oft manchmal von wenigen übertönt werden. Die in der Pandemie erlebte Solidarität brauchen wir weiterhin für unser Land und den Frieden in Europa.

Die Pandemie hat gezeigt, dass wir das soziale Miteinander und Füreinander immer wieder aufs Neue gestalten und Verantwortung übernehmen müssen. Der Ukraine-Konflikt sorgt auch bei uns für neue Herausforderungen. Wir brauchen kreative Lösungen, digitale Angebote, neue Ideen, um flexibel füreinander da zu sein. Zur Verantwortung gehört auch, dass die soziale Infrastruktur gestärkt wird. Im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips brauchen soziale Dienste eine auskömmliche Finanzierung. Gleichzeitig wird es notwendig werden, Ressourcen stärker zu bündeln und gemeinsam Antworten auf soziale Fragen zu finden. Kirchen und Diakonie können hier Hand in Hand ein Motor für soziale Innovation sein.

Füreinander. In diesem Jahr werden wir uns wichtigen Fragen stellen, für die es keine einfachen Lösungen gibt. In Hinsicht auf die Landtagswahl in Niedersachen im Oktober 2022 werden wir die Vertreter:innen von Politik und Gesellschaft einladen, mit uns auf den unterschiedlichen Kommunikationskanälen in einen notwendigen Diskurs zu gehen und gemeinsam Antworten zu finden.

Die Woche der Diakonie kann ein guter Anlass sein, dass auch Sie das Gespräch über die Gestaltung eines sozialen und gerechten Niedersachsen sowie den Frieden in Europa in den öffentlichen Raum tragen.

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7:30 - 16:30 Uhr, Fr.: 7:30 -13:30 Uhr

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code