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Gesellschaftliche Anerkennung der Pflege muss sich auch in der Entlohnung zeigen.

„Wir begrüßen ausdrücklich den gemeinsam in der ehemaligen Pflegekommission erarbeiteten Vorschlag, wie eine einmaligen Prämie für Mitarbeitende in der Pflege ausgestaltet und gezahlt werden kann,“ so Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. „Denen, die seit Wochen in dieser außergewöhnlichen Lage der Pandemie einen sehr harten und schweren Dienst für die Gesundheit anderer Menschen tun, wird, wenn die Politik dieser Empfehlung folgt, eine monetäre Anerkennung für ein herausragendes Engagement zukommen. Das ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung ihrer Leistung. Und es ist sachgerecht: die Arbeit in den Einrichtungen hat sich durch die Corona-Pandemie deutlich erschwert. Die sozialen Kontakte zu Angehörigen und Freunden fehlen den Senioren in den stationären Einrichtungen. Die Hygienemaßnahmen bis hin zur Arbeit im Vollschutz belasten den Kontakt zu den Pflegebedürftigen und sind beschwerlich. Aber auch im ambulanten Dienst sind die Bedingungen erschwert.“

Die Empfehlung der ehemaligen Pflegekommission schlägt eine bundeseinheitliche steuer- und sozialversicherungsfreie Sonderzahlung vor, die in Abhängigkeit von der Belastung und den gesundheitlichen Risiken 500 Euro, 1.000 Euro oder 1.500 Euro betragen soll; für Auszubildende sind 900 Euro vorgesehen. Dabei sollen nicht nur Pflegekräfte, sondern auch andere Berufsgruppen berücksichtigt werden, die im Pflegebereich arbeiten, zum Beispiel in der Hauswirtschaft.
Nicht nachvollziehen kann die Diakonie in Niedersachsen die Begrenzung auf die Pflege. „In den Einrichtungen der stationären Eingliederungshilfe ist die Situation der in der Altenhilfe sehr ähnlich. Auch dort arbeiten die Menschen am Limit. Ausdrücklich: es geht nicht um eine „Prämie für alle“, sondern um eine Anerkennung für die, die unter diesen Bedingungen einen wesentlichen Beitrag in Pflege und Betreuung leisten“, so Hans-Joachim Lenke.
Dabei darf es allerdings nicht bleiben. „Wir brauchen jetzt zügig die Aushandlung von besseren Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, die wir schon seit lange fordern.“ Zu den schrittweisen Steigerungen der Mindestlöhne in der Pflege sagt Lenke weiter: „Die eingeschlagene Richtung stimmt. Wir fordern aber nach wie vor eine allgemeinverbindliche tarifliche Entlohnung in der Pflege. Als Diakonie zahlen wir seit langem Löhne, die deutlich über dem Pflege-Mindestlohn liegen. Wir wissen um die Bedeutung dieses Berufs für das Gelingen des Zusammenlebens in der Gesellschaft.“

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

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