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Pflegenotstand sofort bekämpfen

„Wir begrüßen es, dass die Sozialministerin Frau Reimann sich des Themas annehmen und konzertiert vorgehen will. Wir sind gerne bereit, zu unterstützen“, bietet der Vorstandsprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke die Zusammenarbeit an.

„Zur Sicherstellung der Versorgung der pflegebedürftigen Menschen dürfen wir keine Zeit verlieren. Es ist jetzt dringend erforderlich, mit allen Beteiligten, und hier insbesondere den Kostenträgern zusammen zu arbeiten. Die Rahmenbedingungen in der Pflege müssen schnell verbessert werden, um Pflegetätigkeiten im Minutentakt zu beenden. Dann werden sich auch wieder mehr Menschen für die Arbeit in der Pflege interessieren.“

Nach Hans-Joachim Lenke muss die Attraktivität des Pflegeberufes verbessert werden, um neue Fachkräfte zu gewinnen. „Dringenden Handlungsbedarf sehen wir als Diakonie darin, zunächst die grundsätzliche Frage zu klären, woher die benötigten Pflegekräfte kommen sollen. Nicht erst 2030 fehlen mindestens 21.000 Pflegefachkräfte, sondern bereits heute ist der Mangel an Fachkräften deutlich spürbar. Dabei ist die Situation z.B. im Harz eine völlig andere als in der Region Hannover. Sollte es uns heute gelingen, 2.000 zusätzliche Auszubildende für den Pflegeberuf zu  begeistern, und ebenso auch diese Ausbildungsplätze einzurichten, stehen uns diese Fachkräfte erst in drei Jahren zur Verfügung,“ macht Lenke deutlich.

Deshalb schlägt die Diakonie in Niedersachsen vor, eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur aktuellen Situation der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen durchzuführen. Auf dieser Grundlage kann man konkrete Personalentwicklungsmaßnahmen und Projekte zur Gewinnung von Pflegekräften entwickeln und fördern.

Zu den von Frau Reimann vorgeschlagenen Maßnahmen nimmt Lenke Stellung: „Ein hoher Anteil an pflegebedürftigen Menschen erhält eine Versorgung zu bestimmten Zeiten, überwiegend morgens und abends. Das macht Vollzeitbeschäftigungen ohne geteilten Dienst schwierig. Mitarbeitende können z.B. nach der Morgentour nicht einfach in einem Pflegeheim weiterarbeiten, um auf acht Arbeitsstunden täglich zu kommen, da es auch dort ja bestimmte Spitzenzeiten in der Versorgung gibt.“

Zu einer besseren Finanzierung der Wegezeiten der ambulanten Hilfsdienste sagt Lenke: „Wir fordern eine auskömmliche Finanzierung der Wegepauschalen auf der Grundlage eine transparenten Kostenkalkulation. Dabei muss der tatsächliche Aufwand refinanziert werden. Auch während der Dienstfahrt werden bei uns die Mitarbeitenden nach Tarif bezahlt.“

Kontakt

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover
Telefon: +49 511 3604-0, Telefax: +49 511 3604-108
geschaeftsstelle(at)diakonie-nds.de

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 7 - 17 Uhr, Fr.: 7 -14 Uhr

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