27.01.2026

27. Januar 2026: Internationaler Tag des Gedenkens an den Holocaust

"Es liegt in unserer Verantwortung, uns klar für Mitmenschlichkeit und Respekt vor dem anderen auszusprechen", sagt Hans-Joachim Lenke.

Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen: 

„Am Holocaust-Gedenktag müssen wir uns daran erinnern, wie der Holocaust begann: mit Ausgrenzung, Hetze und Hass. Das sehen wir auch heute wieder. Es liegt in unserer Verantwortung, uns klar für Mitmenschlichkeit und Respekt vor dem anderen sowie die Vielfalt demokratischen Zusammenlebens auszusprechen und uns zu erinnern, dass Vielfalt unser demokratisches Zusammenleben ausmacht. Dabei spielt das Geschlecht, die Herkunft oder das Alter keine Rolle, sondern das Menschsein. Auch dafür setzen wir uns als Diakonie in Niedersachsen gemeinsam mit unseren Mitgliedern aktiv ein“, sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen.

„Auschwitz steht wie kein anderer Ort für das Grauen des Holocaust. Dort wurden Millionen von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Kriegsgefangene und viele andere ermordet – aus einer Ideologie heraus, die Menschenleben in ‚lebenswert‘ und ‚lebensunwert‘ unterteilte. Der Holocaust war ein beispielloser Zivilisationsbruch. Er zeigt, wohin Hass, Ausgrenzung und die Entmenschlichung ganzer Bevölkerungsgruppen führen können. Erinnern bedeutet deshalb auch, sich aktiv gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und menschenfeindlicher Ideologie zu stellen – heute und an jedem anderen Tag“, so Hans-Joachim Lenke weiter. 

Die Diakonie in Niedersachsen tritt für eine offene, vielfältige Gesellschaft ein. Mit rund 3.000 Einrichtungen und über 89.000 Mitarbeitenden bietet sie Räume für gesellschaftliche, kulturelle und politische Teilhabe. „Wir leben Vielfalt, setzen uns für Solidarität ein und geben Menschen Hoffnung. Das ist unser Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft, die Faschismus und Ausgrenzung entschieden entgegentritt“, betont Hans-Joachim Lenke.

Anlässlich des Gedenktages ruft die Diakonie Niedersachsen dazu auf, innezuhalten und sich bewusst zu machen, wozu menschenverachtende Ideologien führen können.

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Soldaten befreit. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland ein Tag des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus. Ein Tag, an dem das unaussprechliche Leid von Millionen Menschen in den Mittelpunkt rückt.

2005 erklärte die Generalversammlung der vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.