Kommunalwahl 2026

Ein starker und verlässlicher Sozialstaat ist die Grundlage für unser gelingendes Zusammenleben

Wie wollen wir vor Ort zusammenleben? Um nichts Geringeres geht es bei dieser Kommunalwahl in Niedersachsen. Denn in den Kommunen entscheidet sich, wie unser Alltag aussieht: Hier begegnen sich Menschen, hier wachsen Nachbarschaften zusammen, hier entstehen Orte der Begegnung und des Miteinanders – auf Spielplätzen, in Nachbarschaftstreffs, in Senior*innenzentren und vielen anderen sozialen Räumen. Kommunen sind mehr als Verwaltungsstrukturen. Sie sind Lebensräume, in denen Gemeinschaft erfahrbar wird und Zusammenhalt wachsen kann.

Ein gelingendes Zusammenleben beginnt dort, wo Menschen einander mit offenen Augen und offenen
Herzen begegnen. Es entsteht, wenn Vertrauen wächst, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich solidarisch zeigen – besonders gegenüber denen, die Unterstützung brauchen.

Eine Gesellschaft, in der Menschen darauf vertrauen können, im Bedarfsfall nicht allein gelassen zu werden, stärkt Zusammenhalt und Solidarität. Dass jede*r Hilfe erhält, wenn sie oder er sie braucht, ist ein Wert, den wir bewahren sollten – und auf den wir auch stolz sein können.

Viele der Errungenschaften unseres Sozialstaates tragen wesentlich dazu bei, dass Zusammenleben gelingen kann. Leistungen wie die Lohnfortzahlung
im Krankheitsfall oder die soziale Sicherung in schwierigen Lebenssituationen schaffen Stabilität und kompensieren soziale Ungleichheiten. Aber auch die Möglichkeit, sich in schwierigen Lebenssituationen beraten und unterstützen zu lassen, zeichnet einen starken Sozialstaat aus. Sozialpolitik betrifft deshalb nicht nur einzelne Gruppen, sondern letztlich jeden Menschen. Denn kaum einer kann sagen: ich brauche ganz sicher keine Unterstützung!

Dass unser Land für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit Verantwortung trägt, ist kein Zufall. Das Sozialstaatsprinzip ist in unserem Grundgesetz verankert und verpflichtet unseren demokratischen Staat, elementare Lebensrisiken abzufedern. Ein starker Sozialstaat, der Menschen in Not unterstützt und ihnen Perspektiven eröffnet, ist aus unserer Sicht ein zentraler Stabilisator für ein gelingendes Zusammenleben – und zugleich eine wichtige Grundlage für eine stabile Demokratie.

Gerade deshalb sehen wir mit Sorge, dass gesellschaftliche Debatten zunehmend populistisch aufgeladen werden. Immer häufiger werden die Leistungen des Sozialstaates infrage gestellt. Gruppen werden gegeneinander ausgespielt und soziale Leistungen zum Gegenstand von Neid und Misstrauen gemacht. Dabei gerät aus dem Blick, dass die sozialen Sicherungssysteme allen zugutekommen.

Gelingendes Zusammenleben ist kein Zustand, sondern eine gemeinsame Aufgabe. Sie entsteht durch Wertschätzung, Gastfreundschaft und den Willen, Brücken zu bauen statt Mauern – durch praktizierte Menschenfreundlichkeit. Die Kommunalwahl bietet die Gelegenheit, diesen Weg vor Ort aktiv zu gestalten. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass unsere Städte und Gemeinden Orte sind, an denen Menschen gut, gerne und sicher miteinander leben.

Deshalb möchten wir gemeinsam mit Ihnen vor der Kommunalwahl mit Politiker*innen ins Gespräch kommen. Um Ihnen Impulse für die Gespräche mitzugeben, haben wir gemeinsam mit der Caritas Niedersachsen Positionen und Diskussionskarten entwickelt. Unsere Positionen finden Sie hinter der Kachel unten, die Diskussionskarten mit Positionen und Fragen finden Sie in unserem Mitgliederbereich.

 

Positionen

Gemeinsam mit der Caritas haben wir Positionen zur Kommunalwahl entwickelt.