04.06.2026

Ebola: Neues Nothilfeprojekt in der DR Kongo gestartet

Diakonie Katastrophenhilfe stellt 250.000 Euro bereit.

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen  Republik Kongo breitet sich weiter aus. Laut der afrikanischen  Gesundheitsbehörde CDC gibt es bereits rund 1.100 Verdachtsfälle,  auch das Nachbarland Uganda ist betroffen. Die Diakonie  Katastrophenhilfe hat mit zwei lokalen Partnern ein Nothilfeprojekt  in der DR Kongo gestartet. Im Südsudan wird die Aufklärungsarbeit  an der Grenze unterstützt. 

Seit Anfang dieser Woche unterstützen die Partnerorganisationen TPO und  RACOJ acht Gesundheitszentren in den betroffenen kongolesischen Provinzen  Nord-Kivu und Süd-Kivu, um in den kommenden drei Monaten Infektionskontrollen durchzuführen. Dafür erhält das Gesundheitspersonal  persönliche Schutzpakete, die unter anderem Handschuhe, Masken,  Schutzanzüge sowie Desinfektionsmittel enthalten. „Im Moment geht es vor allem 
darum, dass das Gesundheitspersonal sicher arbeiten kann und sich nicht  ansteckt. Mit unserer Hilfe können wir das gewährleisten“, sagt Josue Ibulungu,  Landesbüroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe in der DR Kongo.

Zusätzlich werden 120 Gemeindeeinrichtungen und Schulen mit Hygieneartikeln  sowie Material zur sicheren Wasserversorgung ausgestattet, um die  Ansteckungsgefahr zu verringern. Aufklärungsteams schulen 500 Mitglieder von Gemeindevertretungen und Gesundheitskomitees zu den Übertragungswegen des  Virus und notwendiger Prävention. Begleitend werden Radiospots gesendet, um die Menschen zuhause aufzuklären, denn: „Es gibt viele Menschen, die bis heute nicht davon überzeugt sind, dass es sich um Ebola handelt. Manche glauben an eine andere Krankheit oder an Verschwörungen. Die Menschen müssen die  Gefahr verstehen, mitarbeiten und sich an der Eindämmung von Ebola beteiligen.  Ohne jede und jeden einzelnen ist eine schnelle Eindämmung nicht machbar“,  sagt Josue Ibulungu.

Parallel verstärken die Partner die psychosoziale Unterstützung. Sie sprechen mit den Menschen über die Angst vor einer Ansteckung oder helfen nach dem Verlust von Angehörigen. Um eine Ausbreitung des Ebola-Virus auf den Südsudan zu unterbinden, findet auch dort Aufklärungsarbeit statt. Reconcile, eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe geht dafür an grenznahe Schulen und öffentliche Plätze und informiert die Menschen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe DR Kongo
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/