500 junge Menschen feierten am Donnerstag, den 29. Oktober 2026 in einem festlichen Gottesdienst in der Marktkirche in Hannover ihren Start in den Freiwilligendienst bei der Diakonie in Niedersachsen.
„Unsere Freiwilligendienstleistende, die wir heute begrüßen, zeigen, wie viel ein Freiwilligendienst bewirken kann: Sie bringen sich in diakonischen Einrichtungen ein, übernehmen Verantwortung und lernen soziale Berufe aus nächster Nähe kennen. Dieses Engagement stärkt nicht nur die jungen Menschen selbst, sondern auch den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und das soziale Miteinander in Niedersachsen.
Wer auf Pflicht setzt, verpasst die Wirkung von Freiwilligkeit. Ich appelliere daher, die bewährten Freiwilligendienste in der Wehrdienstdebatte nicht aus dem Blick zu verlieren. Eine mögliche Rückkehr des Zivildienstes darf FSJ, FÖJ und BFD nicht schwächen. Die Qualität und Finanzierung des Freiwilligendienstes müssen dauerhaft gesichert sein und mehr jungen Menschen den Zugang ermöglichen.
Damit alle jungen Menschen diese Chance haben, braucht es gute Bedingungen: eine verlässliche pädagogische Begleitung, eine ausreichende Finanzierung und Unterstützung bei den Lebenshaltungskosten. Wir setzen uns deshalb für ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz ein, das die bestehenden Dienste sichert und ausbaut. Freiwilligkeit verdient Anerkennung – und politische Verlässlichkeit“, so Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen.
Auch Sebastian Lechner, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Niedersachsen, drückte in seinem Grußwort große Wertschätzung für die Freiwilligendienstleistenden aus: „Freiwilligendienste sind seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte des bürgerschaftlichen Engagements und ein unverzichtbarer Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Niedersachsen. Jährlich übernehmen rund 750 junge Menschen bei der Diakonie Verantwortung für andere Menschen, sammeln wertvolle Erfahrungen und gewinnen Orientierung für ihren weiteren Lebensweg. Gerade angesichts des Fachkräftemangels in sozialen, pflegerischen und pädagogischen Berufen müssen wir diese Dienste stärken, verlässlich finanzieren und ihre gesellschaftliche Bedeutung stärker anerkennen.“
